Hoffnung und Wahrheit

Schulunfallopfer in den Mühlen der Bürokratie
 

Meta





 

Nachforschungen in der Schule am ersten Tag nach dem Schulunfall

Während ich mit meinem Kind für 4 Tage in der Klinik war, hat mein Mann Kontakt mit der Schule aufgenommen. Es musste ja irgendetwas vorgefallen sein, sonst wäre wohl unser Kind nicht in diesem Zustand von der Schule nach Hause gekommen.

Noch am gleichen Tag, an dem ich mit meinem Kind stationär aufgenommen wurde, rief mein Mann abends beim Klassenlehrer an, um zu erfahren, was denn heute in der Schule vorgefallen sei. Doch der Klassenlehrer war erstaunt und gab vor, von nichts zu wissen…

Daher vereinbarte mein Mann für den nächsten Tag einen Termin vor Ort in der Schule. Obwohl es dringlich war, gab der Klassenlehrer ihm erst den Termin zum Ende der 5. Schulstunde. Dies wäre noch früh genug, schließlich sei dem Klassenlehrer nichts aufgefallen.

Zum vereinbarten Termin hat mein Mann gemeinsam mit zwei Müttern das Kind ausfindig machen können, mit dem unser Kind einen Zusammenstoß hatte. Die eigentliche Nachfrage beim Klassenlehrer ergab, dass es angeblich nur ein kleiner Zusammenprall am Kopf war, den aber im Übrigen niemand von den Lehrern und auch keine weiteren Kinder gesehen hätten. Der Klassenlehrer hatte es sehr eilig. Die Nachfrage war im sichtlich unangenehm. Er tat sehr beschäftigt. Er rief das Kind zu sich und bearbeitete es mit der Suggestivfrage: „Stimmt‘s, es war nur ein kleiner Zusammenstoß und sonst nichts!“ Das verdutzte Kind nickte nur, fühlte sich aber sichtlich unwohl und machte einen ganz eingeschüchterten Eindruck.

Der Klassenlehrer drängte, er habe keine Zeit mehr, da er schließlich noch Kinder zum Bus bringen müsse, und ließ meinen Mann mit den Worten stehen: „Sehen Sie, es ist nichts passiert! Ich kann Ihnen somit nicht mehr weiterhelfen. Sie können aber gerne noch weitere Lehrer fragen, die haben aber auch nichts gesehen.“

Zum Schluss ermahnte er aber meinen Mann, wir sollten auf jeden Fall den Schulleiter in Ruhe lassen, da es doch nur eine Kleinigkeit sei. Dieser hätte wegen der Schulzusammen-legungen mit den drei Grundschulen schon genug zu tun. Er wünsche deswegen keine Störungen, da er sich auf diese drei Schulen konzentrieren müsse und für aufgesetzte Probleme keine Zeit hätte.

Fazit:

Vielbeschäftigter Lehrer, der von Eltern in seinem routinemäßigen Tagesablauf nicht gestört werden will und der überhaupt kein Interesse an Aufklärung und objektiver Darstellung hat. Vielmehr beschönigt er, dass bei so einem „kleinen“ Zusammenstoß nicht viel passiert sein könne. Unserm Kind würde es sicherlich bald wieder besser gehen…

Obwohl er den Gesundheitszustand unseres Kindes nicht kannte und noch nicht einmal hinterfragte, stellte er die Sache als „aufgesetztes Problem“ dar.

Mein Mann fühlte sich vom Klassenlehrer bedrängt, uneerwünscht, nicht für ernst genommen und wegen der Anmerkung, den Rektor in Ruhe zu lassen, geschulmeistert und hatte überhaupt keine Chance, Weiteres in Erfahrung zu bringen.

Unmenschliche Behandlung während des 1. Krankenhausaufenthaltes

Am Unfalltag wusste ich zunächst weder, dass mein Kind einen Schulunfall erlitten hatte, noch dass es durch den Sturz auf den Hinterkopf bewusstlos auf dem Asphaltboden lag, noch dass zwei Lehrerinnen zugegen waren.

Nachdem mein Kind auf dem Schulhof sein Bewusstsein wieder erlangt hatte, musste es noch den Rest des Schultages absitzen und wurde zum Schulschluss ganz normal nach Hause geschickt.

Und ich wusste von Nichts!!!

Zu Hause angekommen, konnte mein Kind auf Fragen keine Antworten geben, war vollkommen apathisch und übergab sich im Schwall.

Daraufhin habe ich gemeinsam mit meinem Mann unser Kind in die nächste Kinderklinik gefahren.

Weil ich dem Stationsarzt nicht erklären konnte, was vorgefallen war, unterstellte er mir Kindesmisshandlung. Und jetzt kommt das Kuriose an der Sache:

Der Stationsarzt erklärte mir mit erhobener Stimme, dass in dieser Klinik nur Kinder behandelt werden, die einen Unfall erlitten haben und keine solchen Kinder, die von ihrer Mutter misshandelt worden sind. Als Begründung dafür gab er an, dass ja ansonsten die Kosten in die Höhe schnellen würden.

Und so war ich auf einmal in der Schiene der kindesmisshandelnden Mutter. Was das noch nach sich ziehen würde, sollte ich noch schmerzlich in den nächsten Jahren erfahren.

Nach heftigster Diskussion wurde mein Kind schließlich doch stationär aufgenommen.

Allerdings lehnte der Stationsarzt eine Mitaufnahme von mir ab. Dies stünde mir nicht zu, da ich ja eine kindesmisshandelnde Mutter sei. Es kam schon wieder zu einer heftigen Diskussion.

Schlussendlich wurde ich zwar mit aufgenommen, aber der Stationsarzt herrschte mich an, er würde mir die Kosten dafür in Rechnung stellen.

Ich kam mir vor wie auf einem Basar. Ich musste für die stationäre Aufnahme und die Behandlung meines Kindes und für meine Mitaufnahme feilschen, obwohl sich mein Kind während dieser Zeit noch weiterhin im Schwall übergab.

Doch dem Stationsarzt waren die Klinikkosten scheinbar wichtiger als der Gesundheitszustand meines Kindes.

Vom Klinikpersonal wurde ich während meines Klinikaufenthaltes mit meinem Kind als Sozialschmarotzerin hingestellt, die sich durch die Kindesmisshandlung einen schönen Hotelaufenthalt in der Klinik genehmigt hat.

Ich wurde behandelt wie der letzte Dreck und es kam ein Vorwurf nach dem andern.

Trotz einem festgestellten schweren Schädel-Hirn-Trauma wurden wir nach vier Tagen als gesund entlassen…

Mein Kind war immer noch apathisch und wesensverändert. Auf meine Frage, wie man denn so entlassen werden kann, sagte der Stationsarzt als Therapie:

„Lassen Sie doch gefälligst Ihre Hände an Ihrem Körper und dann wird Ihr Kind auch gesund!“…………

Zum Verständnis:

Was ist geschehen?

Vor knapp 8 Jahren wurde mein Kind eingeschult.

Am 4. Schultag kam es auf dem Schulhof während der großen Pause zu einem Zusammenstoß mit einem anderen Kind.

Dabei ist mein Kind auf den Hinterkopf gefallen und lag bewusstlos am Boden. Trotz Anwesenheit von zwei Lehrerinnen wurde keine Erste Hilfe geleistet, es wurde kein Krankenwagen gerufen und wir als Eltern wurden nicht benachrichtigt!!!

Und so nahm die Geschichte ihren Lauf.