Hoffnung und Wahrheit

Schulunfallopfer in den Mühlen der Bürokratie
 

Meta





 

Unmenschliche Behandlung während des 1. Krankenhausaufenthaltes

Am Unfalltag wusste ich zunächst weder, dass mein Kind einen Schulunfall erlitten hatte, noch dass es durch den Sturz auf den Hinterkopf bewusstlos auf dem Asphaltboden lag, noch dass zwei Lehrerinnen zugegen waren.

Nachdem mein Kind auf dem Schulhof sein Bewusstsein wieder erlangt hatte, musste es noch den Rest des Schultages absitzen und wurde zum Schulschluss ganz normal nach Hause geschickt.

Und ich wusste von Nichts!!!

Zu Hause angekommen, konnte mein Kind auf Fragen keine Antworten geben, war vollkommen apathisch und übergab sich im Schwall.

Daraufhin habe ich gemeinsam mit meinem Mann unser Kind in die nächste Kinderklinik gefahren.

Weil ich dem Stationsarzt nicht erklären konnte, was vorgefallen war, unterstellte er mir Kindesmisshandlung. Und jetzt kommt das Kuriose an der Sache:

Der Stationsarzt erklärte mir mit erhobener Stimme, dass in dieser Klinik nur Kinder behandelt werden, die einen Unfall erlitten haben und keine solchen Kinder, die von ihrer Mutter misshandelt worden sind. Als Begründung dafür gab er an, dass ja ansonsten die Kosten in die Höhe schnellen würden.

Und so war ich auf einmal in der Schiene der kindesmisshandelnden Mutter. Was das noch nach sich ziehen würde, sollte ich noch schmerzlich in den nächsten Jahren erfahren.

Nach heftigster Diskussion wurde mein Kind schließlich doch stationär aufgenommen.

Allerdings lehnte der Stationsarzt eine Mitaufnahme von mir ab. Dies stünde mir nicht zu, da ich ja eine kindesmisshandelnde Mutter sei. Es kam schon wieder zu einer heftigen Diskussion.

Schlussendlich wurde ich zwar mit aufgenommen, aber der Stationsarzt herrschte mich an, er würde mir die Kosten dafür in Rechnung stellen.

Ich kam mir vor wie auf einem Basar. Ich musste für die stationäre Aufnahme und die Behandlung meines Kindes und für meine Mitaufnahme feilschen, obwohl sich mein Kind während dieser Zeit noch weiterhin im Schwall übergab.

Doch dem Stationsarzt waren die Klinikkosten scheinbar wichtiger als der Gesundheitszustand meines Kindes.

Vom Klinikpersonal wurde ich während meines Klinikaufenthaltes mit meinem Kind als Sozialschmarotzerin hingestellt, die sich durch die Kindesmisshandlung einen schönen Hotelaufenthalt in der Klinik genehmigt hat.

Ich wurde behandelt wie der letzte Dreck und es kam ein Vorwurf nach dem andern.

Trotz einem festgestellten schweren Schädel-Hirn-Trauma wurden wir nach vier Tagen als gesund entlassen…

Mein Kind war immer noch apathisch und wesensverändert. Auf meine Frage, wie man denn so entlassen werden kann, sagte der Stationsarzt als Therapie:

„Lassen Sie doch gefälligst Ihre Hände an Ihrem Körper und dann wird Ihr Kind auch gesund!“…………

17.6.13 20:04

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